Herdenschutz und Wolfsprävention
Die Herdenschutzberatung und die Herdenschutzförderung in Baden-Württemberg befinden sich aufgrund der geänderten rechtlichen Rahmenbedingungen in der Überarbeitung.
Der LEV ist in Sachen Herdenschutzförderung nur noch beratend tätig. Förderanträge können in Zukunft nicht mehr beim LEV abgewickelt und betreut werden.
Hintergrund
Nach 150 Jahre Abwesenheit ist der Wolf nach Deutschland zurückgekehrt. Nachdem sich im Jahr 2000 wieder freilebende Wölfe angesiedelt haben, breiten sich die Tiere nach und nach über die gesamte Bundesrepublik aus. Dies stellt vor allem die Betriebe mit Weidetierhaltung vor große Herausforderungen. Denn als Raubtier ernährt sich der Wolf zwar hauptsächlich von Wildtieren, doch werden auch immer wieder Nutztiere von Wölfen gerissen. Die meisten Nutztierschäden gibt es vor allem dort, wo Wölfe in neue Gebiete einwandern und Weidetiere deshalb noch nicht ausreichend geschützt sind.
Ansprechpartnerin:
Denise Homburger
E-Mail: homburger(at)lev-sbk.de
Telefon: 0771 92 91 85 08
Mobil: 0152 52 11 94 60
In Baden-Württemberg gibt es inzwischen vier sesshafte männliche Einzeltiere und ein Pärchen. Mit der Niederlassung des ersten Wolfes im Südschwarzwald, hat auch im Schwarzwald-Baar-Kreis das Thema Herdenschutz immer mehr an Bedeutung gewonnen. Der Schutz vor Übergriffen auf Nutztiere in der betroffenen Region ist enorm wichtig, denn ohne umfassende Schutzmaßnahmen sind Weidetiere leichte Beute für den Wolf. Für den Erhalt unserer artenreichen Kulturlandschaft brauchen wir allerdings die Weidetierhaltung. Sie übernimmt eine wesentliche Aufgabe, vor allem bei der Offenhaltung wertvoller Lebensräume.


